Sonntag, November 23, 2008

Lohnkosten senken? So gehts!

Sinkt die Auftragslage und gehen die Gewinne zurück oder soll der Gewinn maximiert werden, müssen Unternehmen Kosten senken. Da das Personal oft der grösste Kostenfaktor ist, bietet es sich an, diesen Posten zuerst auf den Prüfstand zu stellen. Welche Möglichkeiten hat das Management?

Nullrunde
Verzichten die Mitarbeiter auf Lohnsteigerungen, hat das Unternehmen Kostensicherheit und infolge der Inflation sinken die Reallöhne. In Deutschland haben die Preise seit 1952 um mehr als 400 Prozent zugelegt oder - wenn Sie so wollen - die Reallöhne wären ohne Lohnerhöhungen auf ein Viertel gefallen.

Streichung von Bonuszahlungen
Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie erfolgsbezogene Sondervergütungen werden freiwillig gezahlt. Der Arbeitnehmer hat keinen Rechtsanspruch. Diese Bezüge können zuerst gestrichen werden.

Sozialleistungen und Sachbezüge kürzen
Viele Unternehmen zahlen freiwillige Sozialleistungen (Kinderbetreuung, medizinische Hilfen) oder gewähren Sachbezüge (Firmenwagen). In schlechten Zeiten oder bei Gewinnmaximierung erfolgt gerne die Streichung solcher Bezüge. Unter dem Vorwand veränderter Marktbedinungen kann das Management diese Massnahmen gut seinen Angestellten verkaufen.

Ziele nicht erfüllt?
Zahlt das Unternehmen jährliche Prämien aufgrund der Erfüllung von harten und weichen Zielvorgaben, kann der Unternehmer hier leicht sparen. Während harte Ziele an Zahlen messbar sind, können weiche Ziele, wie Sozialkompetenz, Leistungsbereitschaft oder Kundenorientierung, immer ein guter Vorwand sein, Prämien zu kürzen.

Grundgehalt und Erfolgsbonus
Unternehmen bleiben in ihren Personalkosten flexibel, wenn sie ihren Arbeitnehmern ein fixes niedriges Grundgehalt mit Erfolgsbonus zahlen. So gelingt es, die Personalkosten fortlaufend dem Geschäftverlauf und der Leistung der Mitarbeiter anzupassen. Gleichzeitig werden die Mitarbeiter motiviert.

Umstrukturierung mit Stellenausschreibung
Wer Umstrukturierungen mit Neuordnung des Mengengrüstes (Personalstärke und Aufgabenverteilung der Abteilungen) verbindet, kann leicht und verdeckt Stellen streichen. Die Mitarbeiter müssen sich auf die neuen Stellen intern bewerben. Das Management kann eine Auslese treffen. Den erfolglosen Bewerbern verbleiben danach nur noch folgende drei Möglichkeiten.

Transfergesellschaft
Will das Unternehmen nicht mit betriebsbedingten Kündigungen in der Öffentlichkeit glänzen, werden erfolglose Bewerber zunächst in einer sogenannten Transfergesellschaft (Tochterfirma) aufgefangen. Da spätestens jetzt in den neuen Arbeitsverträgen die Annahme jeder "zumutbaren Tätigkeit" verankert sein sollte, ist es dem Management nun ein Leichtes, den Druck auf die Mitarbeiter durch weniger anspruchsvolle und unliebsame Tätigkeiten sowie Zwangsentsendungen fernab von Wohnort und Familie zu erhöhen. Zudem kann nun, da die Mitarbeiter geringer qualifizierte Arbeiten übernehmen müssen, deren Vergütung nach unten angepasst werden.

Aufhebungsvertrag
Aufhebungsverträge haben Vor- und Nachteile. Der Unternehmer schützt sich durch Aufhebungsverträge mit erhöhten Abfindungen vor dem negativen Image der betriebsbedingten Kündigung und dem Verdacht, dass es dem Unternehmen schlecht ginge. Was Gläubiger und Geschäftspartner ja nicht unbedingt wissen müssen. Aufhebungverträge sollten immer nur einzelnen Mitarbeitern angeboten werden. Eine pauschale betriebsinterne Regelung für Aufhebungsverträge mit erhöhten Abfindungen, führt zu Mitnahmeeffekten des guten Personals. So suchen sich Spitzenkräfte einen neuen Arbeitgeber und kassieren zudem eine hohe Abfindung.

Betriebsbedingte Kündigung
Reissen alle Stricke und der nicht mehr benötigte Mitarbeiter will nicht freiwillig gehen, dann muss der Unternehmer zur betriebsbedingten Kündigung greifen, mit allen Konsequenzen für das Unternehmen. Gläubiger und Geschäftspartner werden misstrauisch und Streit vor dem Arbeitsgericht droht.

Samstag, November 22, 2008

GM-Chef im Firmenjet zum Hilfspaket

General Motors geht es schlecht. So schlecht, dass GM-Chef Rick Wagoner in einem Firmenjet nach Washington eilte, um für das dringend benötigte Hilfspaket zu werben, meldet n-tv. Jetzt will der US-Autobauer seine geleasten Jets zurückgeben. Den Abgeordneten hatte Wagoners Auftritt wohl nicht gefallen, auch nicht sein Festhalten an seiner Bezahlung. Derweil eilen GM-Aktie und Produktion unaufhaltsam dem absoluten Nullpunkt entgegen.

Chapter 11 oder Chapter 7 - Was passiert mit Aktien, Anleihen und Krediten?

Übersteigt die Summe der Verbindlichkeiten die Summe der Unternehmenswerte, muss ein US-Unternehmen dies seinem Bundesinsolvenzgericht melden.

Es hat dann mehrere Möglichkeiten:
  • vollständige Liquidation gemäss Chapter 7 (meiste Form der Insolvenz in den USA)
  • beaufsichtigte Insolvenz und Reorganisation gemäss Chapter 11
  • individuelle Restrukturierung der Schulden nach Chapter 13.
Bei Liquidation nach Chapter 7 stellt das Unternehmen sofort seine Geschäftstätigkeit ein, sein Vermögen wird veräussert und Investoren werden gemäss ihres Risikos ausgezahlt - Investoren mit geringstem Risiko (Gläubiger mit Sicherheiten) bekommen zuerst ihr Geld, danach die Anleihegläubiger und wenn dann noch ein Restvermögen verbleibt, dürfen die Aktionäre hoffen.

Geht ein Unternehmen in die beaufsichtigte Insolvenz nach Chapter 11, dürfen seine Aktien zwar grundsätzlich weiter gehandelt werden, jedoch erfüllen die meisten Firmen nicht mehr die Voraussetzungen eines Listings an der Börse (NYSE, Nasdaq), so dass der Handel oft nur noch "over the counter" (otc) erfolgt. Gemäss US-Recht ist ein Handel der Aktien insolventer Unternehmen nicht verboten.

Solche Aktien sind jedoch eine sehr riskante Spekulation, die zu finanziellen Verlusten führt. Eine Dividende gibt es ebenfalls nicht. In den meisten Fällen werden die Aktien durch den Restrukturierungsplan wertlos, wenn das Unternehmen dann doch in den Ruin geht und vorrangige Investoren befriedigt werden. Ein Insolvenzgericht stellt den Bankrott fest.

Wird das Unternehmen gerettet, übernehmen Gläubiger gegen Entschuldung die Aktien wobei der Unternehmenswert sinkt. In der Regel wird der Insolvenzverwalter den Aktionären einen Tausch ihrer Altaktien in neue anbieten. Die Aktionäre verlieren ihre Rechte als Investoren und die neuen Aktien sind weniger Wert. Danach können zwei verschiedene Titel am Markt auftauchen, die alte Aktie vor Insolvenz und eine neue, die nach Insolvenz und bei der Restrukturierung ausgegeben wurde. Wobei die alte Aktie an einem Ticker-Symbol mit fünf Buchstaben - als letztes ein "Q" - erkennbar ist.

Anleihegläubiger erhalten während des Insolvenzverfahrens weder Zinsen noch Tilgung. Sie können ihre Anleihen gegen neue Aktien tauschen.

Die Insolvenz nach Chapter 11 gibt dem Unternehmen eine Chance seinen Geschäftsbetrieb fortzuführen, sich neu aufzustellen und wieder profitabel zu werden. Schafft es das nicht, erfolgt die Liquidation. Es wird ein Insolvenzverwalter eingesetzt und ein Komitee aus Gläubigern und Aktionären erstellt einen Plan für die Rückzahlung der Schulden und die Neuorganisation.

Informationen erhalten Investoren durch
  • Medien
  • das betroffene Unternehmen selbst,
  • dem Broker, welcher das Investment verkaufte
  • die SEC
  • das Insolvenzgericht
  • den Insolvenzverwalter
  • einen Rechtsanwalt.
(SEC)

Keine Rechtsberatung!

Schatzbrief SchatzBrief Schatzbrief

Wo Schatzbrief drauf steht, ist nicht immer Schatzbrief drin, warnt die Verbaucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Während echte Schatzbriefe von Bund oder Sparkasse sehr sichere Geldanlagen sind, machen sich Banken und Versicherungen diese Sicherheit suggerierende Bezeichnung zu nutze, um ihren Kunden eine völlig andere oftmals äusserst riskante Geldanlage zu verkaufen.

So fliesst beim SchatzBrief der Allianz das Geld als Einmalanlage entweder in eine Kapitallebenversicherung oder Fondspolice. Hinter dem Schatzbrief der ehemaligen Investmentbank Morgan Stanley verbirgt sich ein riskantes Zertifikat, welches "sogar" an der Börse gehandelt wird. Geht die Bank Pleite, ist das Geld jedoch weg.

Die Verbraucherzentrale fordert daher nicht von ungefähr eine Ampelkennzeichnung für Anlageprodukte, damit der Anleger sofort das Risiko erkennt.

Freitag, November 21, 2008

Finanztest: Welche Bank hat die besten Berater?

Finanzexperte Thomas Bieler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät bei Finanztest dem Sparer, sich bei einer Verbraucherzentrale oder einem unabhängigen Honorarberater zu informieren, denn Banken sind nur auf ihre eigene Rendite scharf.

(Finanztest)

24 Milliarden Dividende trotz Finanzkrise

Die DAX-Konzerne schütten Gewinne aus und schwächen sich dabei selbst. In drei Kategorien hat das Handelsblatt die Unternehmen eingeteilt:
  • Dividendenzahlung aus Gewinnen
  • Dividendenzahlung auf Kosten der Substanz
  • Nullrunde.
Das, was der Aktionär ausgeschüttet bekommt, hängt von der Unternehmensstrategie ab. Manche Firmen setzen auf konstante Dividenzahlungen in guten wie in schlechten Zeiten, andere wiederum kürzen bei Gewinnrückgang die Ausschüttungen. Bei den Banken dürfte es im Jahre 2009 vorwiegend zu Nullruinden kommen.

Was ich nur nicht verstehe, der Jahresabschluss wird auf der Hauptversammlung von allen Aktionären festgestellt und dabei auch die Verwendung der Gewinne festgelegt, meist wie es der Vorstand empfielt. Das setzt doch aber immer einen Jahresüberschuss voraus, oder? Welcher vernüftige Anteilseigner schwächt sein Unternehmen, indem er trotz Verlust und Auftragseingang auf Erfolgsbeteiligung besteht, was zusätzlich auf den Aktienkurs drückt?

(Handelsblatt)

Wie weit fällt der DAX denn noch?

Wenn der DAX die wichtige Unterstützung um die Marke 4.000 Punkte unterschreitet, sollten Stände von 3.000 Zählern oder weniger drin sein. Im Moment sind DAX-Werte immer noch viel zu teuer, mir jedenfalls. Die Rezession kommt und sie wird mit ihrem Domino-Effekt auch zur Zeit noch unschuldige Unternehmen treffen. Im Moment spielen Firmen-Lenker und Politik konzeptlos mit ihren Verantwortungen Ping-Pong. Der Staat soll Verluste auffangen aber die Aktionäre trotzdem Dividenden kassieren. An die Stärkung der Eigenkapitalbasis der Konzerne denkt niemand. Solange das so bliebt, investiere ich nicht.

Die Neuen Penny Stocks Deutschland

Zu den Neuen Penny Stocks Deutschland gehören gemäss Definition der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) aktuell zum Beispiel folgende Aktien:

DAX
Hypo Real Estate (WKN: 802770)
Infinion Technologies (WKN: 623100)

MDAX
IVG Immobilien (WKN: 620570)
Premiere AG Namens-Akt. (WKN: PREM11)
Pro Sieben (WKN: 777117)

TecDAX
Aixtron Namens-Akt. (WKN: A0WMPJ)
Conergy (WKN: 604002)
freenet AG Inhaber-Akt. (WKN: A0EAMM)
SINGULUS TECHNOLOGIES (WKN: 723890)

SDAX
Air Berlin PLC (WKN AB1000)
C.A.T. oil AG Inhaber-Akt. (WKN: A0JKWU)
Deutsche Wohnen AG Inhaber-Akt. (WKN: A0HN5C)
DEUTZ AG Inhaber-Akt. (WKN: 630500)
EM.Sport Media AG Inhaber-Akt. (WKN: 914720)
HCI Capital AG Namens-Akt. (WKN: A0D9Y9)
IKB (WKN: 806330)
PATRIZIA Immobilien AG Namens-Akt. (WKN: PAT1AG)
TAG Tegernsee (WKN: 830350)
VIVACON AG Inhaber (WKN: 604891)

DAB Bank AG Inhaber-Akt. (WKN 507230).

Penny Stock sind in der Regel sehr volatil, riskant und bei Spekulanten beliebt. Wie gesagt, nach Definition der SEC.

Keine Kaufempfehlung!

Rürup steigt beim AWD ein

Der Wirtschaftsweise Bert Rürup verdingt sich beim Allgemeine Wirtschaftsdienst (AWD) als Berater, denn wer könnte die Rürup-Rente besser erklären, ähm, verkaufen als der Erfinder selbst. Und irgendwie muss auch Herr Rürup für seine Zukunft vorsorgen, denn bekanntlich heisst vorsorgen ja nicht in irgendwas einzahlen, sondern eher permanent irgendwas herausbekommen. Und ich bin sicher der AWD hat auch etwas davon.

(SZ)

Abgezockt durch PKV? - Jetzt Geld zurückholen!

Jede vierte Beitragsanpassung der Privaten Krankenversicherer (PKV) ist ungültig, meldet Capital. So dürften Krankenversicherungen ihre Beiträge gemäss BGH-Urteilen nur für die Personengruppen anheben, für die es der Schadensbedarf rechtfertigt, selbst wenn der Vertrag andere Gründe für Prämiensteigerungen zuliesse.

Da Versicherer meist Auskünfte und Rückzahlungen verweigern, ist es am besten, Sie nehmen Sie einen versierten Rechtanwalt, prüfen die Beitragsanhebungen der letzten Jahre und fordern Ihr Geld nebst Zinsen zurück.

Banker bleiben uneinsichtig

Aufdem Frankfurt European Banking Congress 2008 hörten sich die Bankmanager zwar höflich die Schelte und Mahnungen des Bundespräsidenten und Ex-Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF) Horst Köhler an. Gingen jedoch danach wieder zur Tagesordnung über, als sei nichts gewesen. Auch wurde Kritik an den ständigen Anfeindungen gegenüber der Branche geübt. Die Äusserung des Ex-Deutsche-Bank-Managers Most als Reaktion auf die Mahnung, den Mittelstand mit Krediten zu versorgen, verdeutlicht den Zynismus einer gesamten Branche:
"Banken haben auch die Pflicht, sich selbst zu schützen und keine übertriebenen Risiken einzugehen"
(SpOn)

Donnerstag, November 20, 2008

Variable Annuities - Was Sie wissen sollten

Gibt man die Worte "Variable Annuities" bei Google ein, so erscheinen schon an zweiter Stelle der Suchergebnisse die Tipps der US-Börsenaufsicht, der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) und zwar nicht von ungefähr.

Was sind Variable Annuities?
In den USA sind Variable Annuities variable fondsgebundene Rentenversicherungen. Solch eine Police kann gegen Einmalzahlung oder als Sparplan abgeschlossen werden. Variable Annuities sind äusserst flexibel und bieten eine Reihe von Investmentoptionen. In der Regel kauft der Kapitalanleger ein Fondspaket und investiert sein Vermögen in Aktien, Anleihen, Geldmarkt-Instrumente oder kombiniert diese Anlagen. Im Gegenzug erhält er nach der Ansparphase sein Vermögen plus Rendite zurück oder entscheidet sich für periodische Auszahlungen plus Rendite, seine Rente. Der Anleger profitiert dabei von den Chancen der Kapitalmärkte, geht jedoch auch deren Risiken ein, wobei die Investition in Investmentfonds eine gewisse Risikostreuung ermöglicht. Ein weiterer Vorteil einer variablen fondsgebundenen Rentenversicherung gegenüber klassischen Rentenversicherungen ist die ständige Verfügbarkeit über das Vermögen. Der Anleger kommt jederzeit an sein Geld. Zusätzlich beinhalten Variable Annuities eine garantierte Todesfallsumme, welche der Versicherer bei Eintritt des Versicherungsfalles vor Beginn der Rentenzahlungen in voller Höhe auszahlt. In der Regel ist das der durch den Anleger investierte Betrag. Oder aber es werden nach Rentenbeginn schon geleistete Rentenzahlungen von der Todesfallsumme abgezogen. Des Weiteren bieten solche variable Rentenversicherungen in den USA erhebliche Steuervorteile, da sie steueraufschiebende Wirkung besitzen und das Vermögen während der Ansparphase innerhalb der Police steuerfrei umgeschichtet werden darf.

Eine Sonderform von Variable Annuities stellen die "immediate annuities" dar. Hier beginnt die Rentenzahlung sofort nach Kauf der Fondsanteile.

Wie funktionieren Variable Annuities?
Der Anleger zahlt in die Rentenversicherung ein und verteilt seinen gezahlten Betrag in Aktienfonds und Rentenfonds. Das Vermögen entwickelt sich dann analog der Kapitalmärkte. Steigen die Börsenkurse, so erhöhen sich Vermögen und Rentenzahlungen. Fallen die Kurse so reduzieren sich Vermögen und Rentenzahlungen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einen Teil seines Geld auf ein festes Konto einzuzahlen, was anteilig fixe Rentenzahlungen garantiert. Der Versicherer passt die Zinsen dafür periodisch an und garantiert oft einen Mindestzinssatz.

Die Auszahlung kann bei Variable Annuities als Einmalauszahlung, als Rente auf Lebenszeit oder als Rente innerhalb eines definierten Zeitraumes (z.B. 20 Jahre) erfolgen. Die Höhe der Auszahlung richtet sich dabei nach versicherungstechnischer Lebenserwartung oder Laufzeit. Die Art der Auszahlung darf jedoch oft nur vor Beginn der Rentenzahlungen gewechselt werden.

Welche Gebühren beinhalten Variable Annuities?
Die Rückkaufgebühr wird in den USA oft über mehrere Jahre gestaffelt und startet z.B. mit 7 Prozent und reduziert sich jedes weitere Jahr um 1 Prozent. Sie beeinflusst den Rückkaufswert. Todesfall- und Wagnis-Risiko lassen sich die Gesellschaften jedes Jahr mit 1,25 Prozent des Vermögenswertes bezahlen. Der Verwaltungsaufwand schlägt pro Jahr mit 0,15 Prozent des Vermögens zu Buche. Des Weiteren kommen Fondsgebühren und andere - beispielsweise für Vermögensumschichtungen - hinzu, um nur einige zu nennen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielschichtig.

Tipps für eine Anlageentscheidung in Variable Annuities
Die SEC empfiehlt dem Anleger, sich vor einem Investment in Variable Annuities folgende Fragen zu beantworten:
  • Wollen Sie mit Variable Annuities eine Altersvorsorge aufbauen oder Ihr Vermögen langfristig anlegen?
  • Nutzen Sie Variable Annuities zur Altersvorsorge oder um Steuern zu sparen?
  • Wollen Sie das Risiko einer Vermögensminderung durch Kursverluste eingehen?
  • Verstehen Sie alle Besonderheiten von Variable Annuities?
  • Verstehen Sie alle Gebühren und Kosten?
  • Beabsichtigen Sie genügend lange investiert zu bleiben, um bei Kapitalentnahmen Nachteile durch die anfänglich hohe Rückkaufgebühr zu vermeiden?
  • Wenn die Variable Annuity ein Bonusguthaben bietet, lohnt sich dieser Bonus oder erhöht er nur die Kosten?
  • Beinhaltet die Variable Annuity Produktteile, wie eine Pflegeversicherung, welche Sie einzeln günstiger erwerben könnten?
  • Haben Sie sich mit Ihrem Steuerberater - auch über künftige steuerliche Auswirkungen - konsultiert?
  • Überwiegen bei einem Wechsel zwischen Variable Annuities die Vorteile über Kosten und Gebühren auch im Hinblick auf eine Rückkaufgebühr?
Nicht vergessen
Vor dem Kauf einer Variable Annuity sollten Sie so viel, wie möglich darüber lernen, wie das Produkt funktioniert, welche Vorteile es Ihnen bringt und welche Kosten Sie dabei zahlen.

(SEC)

Keine Gewähr! Keine Kaufempfehlung! Keine Rechts- oder Anlageberatung!

Mittwoch, November 19, 2008

36.000.000.000.000 ohne Bargeld gezahlt

36 Billionen Euro - da hängen 12 Nullen dran - ist das 15-fache des Brutto-Inlandspodukts Deutschands. Soviel Geld haben die Deutschen im Jahr 2006 bargeldlos umgeschlagen, meldet der Bundesverband deutscher Banken. Beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen sind Überweisungen (46 Prozent) und Lastschriften (45 Prozent). Umsätze mit der girocard (ec-Karte) bei electronic cash sind mit 6 Prozent und Kreditkarten nur mit 3 Prozent am Zahlungsverkehr beteiligt. Schecks sind out. Dieses ehemals beliebte Zahlumgsmittel fristet nur noch ein Schattendasein in Höhe von 1 Prozent.

(ots)

Zwei Drittel aller Deutschen sind ohne Altersvorsorge

Zwei Drittel aller Deutschen haben noch nichts für ihre private Altersvorsorge geplant, fand das Finanzdienstleistungsunternehmen The Hartford in einer Studie unter weltweit 6.750 Personen der Altersgruppe 45+ (Baby Boomer) heraus. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich mit andereren Industrieländern weit zurück. Im Ausland haben in:

Süd Korea: 22 Prozent
Taiwan 44 Prozent
USA: 45,4 Prozent
Grossbritannien: 50,5 Prozent
Australien: 51 Prozent
Spanien: 53,3 Prozent
Italien: 63,7 Prozent
Deutschland 64,8 Prozent.
Japan: 82,3 Prozent

noch nichts für ihre private getan. Dennoch glauben 72,8 Prozent der Deutschen, im Alter mit weniger Einkommen ihren Lebensunterhalt bestreiten zu müssen.

Da fällt mir ein, Tarifcheck24 ($) bietet einen tollen Online-Rechner für den Riester-Vergleich ($).

Opel-Rettung ohne GM unmöglich

Politik und Investoren sitzen in ihrer kleinen "heilen Welt" spielen Monopoly mit Dingen, die sie gar nichts angehen. Opel ist 100-prozentige Tochter von General Motors. Das heisst, ohne GM läuft da gar nichts und die werden Opel nicht verkaufen, solange sie nicht in Insolvenz sind und abgewickelt werden. Daran wird auch der hundertste Vorschlag, wer Opel alles übernehmen oder verstaatlichen könnte, ändern.